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Konzepte und Definitionen im Modul II-3 Die Chi-Quadrat-Verteilung
1. Vorbemerkungen
Die -Verteilung
dient in der induktiven Statistik als Basis der Verteilung von
Stichprobenvarianzen und -standardabweichungen und ist somit
Grundlage der statistischen Schlüsse auf die entsprechenden
Parameter der Grundgesamtheit.
Darüber hinaus erlaubt
die -Verteilung
eine wahrscheinlichkeitstheoretische Beurteilung der deskriptiven
Kontingenzmaße.
Die -Verteilung
ist für n > 30 durch die Normalverteilung approximierbar.
2. Die Chi-Quadrat-Funktion und ihre Eigenschaften
a) Die Dichtefunktion
b) Die Parameter und Maßzahlen der Dichtefunktion
c) Die graphische Darstellung der Dichtefunktion
Die Graphen der
Dichtefunktionen sind
für unimodal
und werden mit steigenden Freiheitsgraden zunehmend symmetrisch.
Abbildung II-11: χ 2-Verteilung
für φ = 1, 3 u. 15

d) Die tabellierte Verteilungsfunktion
Wie für die Normalverteilung liegen die Wahrscheinlichkeiten
der -Verteilung
für Werte der Verteilungsfunktion von in
tabellierter Form vor. Diese werden auszugsweise für = 1...15 in
Tab. II-5 widergegeben. Dabei sind die Freiheitsgrade in der
Vorspalte der Tabelle zu finden, die kritischen Werte für im
inneren der Tabelle und die korrespondierenden Wahrscheinlichkeiten
in den Spaltenüberschriften.
Tabelle II-5:
Tabellierte
-Werte
für und

Eine ausführliche Tabelle für φ ≤ 40 findet sich hier.
-
Ein Rechner
zur Berechnungg von Wahrscheinlichkeiten für beliebige Freiheitsgrade findet sich ausserdem unter diesem externen Link.
d) Die Approximation durch die Normalverteilung
Ab kann
die -Verteilung
durch die Normalverteilung approximiert werden. Wie die Abbildung II-12 zeigt, lässt die Symmetrie allerdings noch zu wünschen
übrig.
Abbildung II-12: -Verteilung
für

Aus diesem Grunde ist eine indirekte
Approximation an die Normalverteilung über
vorzuziehen
ist.
ist
annähernd normalverteilt mit dem Erwartungswert
und
einer Varianz von Eins.
Daraus resultiert folgende Standard-Normalvariable:

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